Ausbruchsmanagement

Ausbrüche nosokomialer Infektionen sind oft Notfälle, die schnelles Handeln erfordern. Wichtig ist es zunächst, den Ausbruchsverdacht zu bestätigen und einen Pseudoausbruch auszuschließen.

Aufgrund der vorliegenden Informationen über die Art des Ausbruchs und den Erreger kann das Ausbruchsteam meist schnell die wahrscheinlichsten Infektionsquellen und Übertragungswege identifizieren und mit den Interventionsmaßnahmen beginnen. Aufgrund der Ergebnisse interventionsbegleitender Maßnahmen wie deskriptiver Epidemiologie, Laboruntersuchungen, Ortsbesichtigung und aktiver Fallsuche müssen die Interventionsmaßnahmen im weiteren Verlauf bestätigt, ggf. ausgedehnt, verfeinert oder modifiziert werden.

Wichtig ist die richtige Kommunikation über den Ausbruch innerhalb (ggf. auch außerhalb) der betroffenen Einrichtung und über den Fortschritt der Interventionsmaßnahmen. Das Ende des Ausbruchs sollte vom Ausbruchsteam festgestellt und bekannt gegeben werden.

  • Ein Ausbruchsmanagement-Team bilden
  • Ereignisse, die auf ein nosokomiales epidemisches Geschehen hinweisen, definieren und dokumentieren
  • Abläufe zur Information und Kooperation mit dem Gesundheitsamt festlegen
  • Mitarbeiter schulen, um auffällige Auslöseereignisse zu erkennen
  • Über medizinische Maßnahmen informieren (z.B. Schutzimpfungen)
  • Information an Mitarbeiter, Kunden, Angehörige zu Infektionserkrankungen