Chief Digital Officer CDO 2018-09-06T15:59:44+00:00
CDOChief Digital Officer

Chief Digital Officer CDO

Der Chief Digital Officer CDO ist in der Regel eine Position in der obersten Führungsebene (C-Level), die für die Planung und Steuerung der Digitalen Transformation eines Unternehmens oder einer Organisation verantwortlich ist. Dazu gehören auch alle erforderlichen Organisationsveränderungen, die am besten zu den strategischen Zielen, den Geschäftsmodellen sowie den digitalen Kompetenzen und Abläufen des Unternehmens passen. Im Grunde muss der CDO oberster digitaler Change-Manager seiner Organisation sein.

Kernaufgaben

CDO steht in der Folge für alle Leitungsfunktionen im Feld der Digitalisierung, auch wenn deren Titel nicht „CDO“ lautet.

Die wichtigsten Aufgaben bestehen in der Entwicklung einer zukunftsorientierten Digitalisierungsstrategie unter Berücksichtigung der bestehenden Strukturen (Run the Organisation), die Schaffung neuer Strukturen (Change the Organisation) sowie auch und vor allem der effizienten Gestaltung dieses Change Prozesses unter Mitnahme aller Interessengruppen. Im Fokus stehen aktuell vor allem die Verbindung technischer und organisatorischer Aspekte der digitalen Transformation, die bereichsübergreifende Koordination der Digitalisierung von Prozessen und die kommunikative Verbreitung des digitalen Wandels in der Organisation.

Zentraler Mittler und Steuerer

Dabei nimmt der Chief Digital Officer CDO häufig eine führende Rolle innerhalb des Unternehmens ein. Er trifft Entscheidungen, die alle Ebenen und Bereiche der Organisationshierarchie betreffen. Die Rolle des Mittlers und Steuerers prägt das Bild des Chief Digital Officer CDO.

Für die Digitalisierung eines Unternehmens muss eine Person Verantwortung übernehmen. Diese Aufgabe ist ein Vollzeitjob, den andere Vorstände nicht mittragen können. Echte digitale Transformation bringt grundlegende Veränderungen für das Unternehmen, die Führungsebene und jeden einzelnen Mitarbeitenden.

Der Change-Experte

Technologiewissen reicht alleine nicht aus. Aufgrund seiner zentralen Rolle ist eine langjährige Berufserfahrung vorteilhaft, um auf Augenhöhe mit allen Geschäftsbereichen und Entscheidern zu kommunizieren. Umfassende kommunikative Fähigkeiten und eine Integrationsfähigkeit sind Grundvoraussetzungen.

Sie müssen starke Change Manager, Strategieentwickler und Umsetzer sein. Sie müssen den Kollegen den Weg aufzeigen, den das Unternehmen gehen wird und ihn vorleben. Auch als Integrator und Impulsgeber arbeitet der CDO, weil er verschiedenste Bereiche verzahnt und die Menschen dazu motiviert, über ihren eigenen Tellerrand hinauszudenken.

Klare Rollendefinition und Entscheidungsbefugnis

Der Chief Digital Officer CDO trifft Entscheidungen, die alle Ebenen und Bereiche der Organisationshierarchie betreffen können. Den C-Level bzw. das klare Mandat braucht er auch, um überhaupt handlungsfähig zu sein. Er benötigt einen klar abgegrenzten Verantwortungsbereich sowie strategische und operative Durchgriffsmöglichkeiten.

Die Position bündelt digitale Themen, die vorher stark im Unternehmen verstreut waren wie das operative Geschäft der E-Commerce-Plattformen, das CRM (Entwicklung einer einheitlichen Plattform für Kundendaten und Kundenservice) und Social Media und entwickelt diese weiter.

CIO, COO und der CDO

Es besteht die Gefahr, dass sich COO, CIO und CTO durch den Chief Digital Officer möglicherweise in ihrem Aufgabenbereich beschnitten fühlen. Eine klare Rollentrennung und eindeutige Schnittstellen sind notwendig. Sicherlich wird es auch im Rahmen der Digitalisierung so sein, dass der Chief Information Officer für den reibungslosen Betreib der IT und den Umbau der IT-Architektur und die entsprechenden Systeme und Lösungen zuständig ist. Der Chief Operating Officer wird das operative Geschäft leiten, sprich die laufenden Betriebsprozesse steuern und organisieren. Lesen Sie mehr zu den unterschiedlichen Rollen im Rahmen der Digitalen Transformation unter Prozesse der digitalen Transformation.

Generalist oder Spezialist

Gefragt ist der Generalist. Der Chief Digital Officer CDO soll Zusammenhänge erkennen und Wissen vernetzen. Der Tunnelblick ist ihm fremd. Als erfahrener Generalist bringt er eine Vielzahl von unterschiedlichen Fähigkeiten mit sich. Prozessorientierung und Change bedeutet zwar auch Teilaufgaben zu managen, aber vor allem Prozesse zu überblicken und Schnittstellen zu erkennen. In der Praxis zu bestehen, heißt vielfältige Aufgaben zu managen.

CDO und Fachexperte

Viele Sektoren sind heute so komplex, dass es ohne Branchenerfahrung und umfassendes firmeninternes Know-how nicht geht. Im Digitalisierungsprojekt muss der CDO muss auf Fachexperten zurückgreifen können.

Akademischer Hintergrund

Was ihren akademischen Hintergrund angeht, hat die Mehrheit der CDOs ein Informatik- oder Ingenieur-Studium absolviert. Technologieverständnis ist entscheidend. Das ist sinnvoll, da es in den meisten Organisationen auch darum geht, eine in Dekaden gewachsene IT-Architektur fit für digitale Anwendungen zu machen.

Die Skills

Der Chief Digital Officer CDO sollten in erster Linie langjährige Organisationserfahrung, Kommunikations- und Change-Management-Skills, ein breites Technologieverständnis sowie kaufmännische Expertise besitzen. Neue Dinge aufbauen und etwas bewegen zu wollen zeichnen ihn aus. Gewissenhaftigkeit, d.h. Aufgaben gründlich zu Ende zu bringen ist zentral.

Haltung entscheidet

Die erfolgskritischsten Kompetenzen des CDO sind: Innovationskraft, die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Veränderungswillen. Offenheit und Flexibilität sind zentrale Kernkompetenzen des CDO. Er muss in der Lage sein, das eigene Denken und Handeln permanent zu hinterfragen, kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen

Akzeptanz

Gelingt es ihm, eine bereichsübergreifende Koordination der Digitalisierung sicherzustellen, dann wird er eher innerhalb der Organisation als kompetent wahrgenommen

Ausbildung zum Chief Digital Officer CDO.
Der strategische Mittler und Steuerer

Ausbildungsziel Chief Digital Officer CDO

1. Digitale Geschäftsstrategie entwickeln

2. Share- und Stakeholder koordinieren

3. Digitale Transformation als Veränderungsprozess steuern

Zielsetzung des Formates Chief Digital Officer CDO

Der CDO übernimmt im besten Fall die Gesamtverantwortung für die Digitale Transformation. Um als zentraler Mittler und Steuerer auf „C-Level“ wirksam werden zu können, müssen Veränderungen initiiert und mittels geschäftsstrategischer Ausrichtung auf den Weg gebracht werden. Technologisches Wissen reicht dazu erfahrungsgemäß nicht aus. Vielmehr muss der CDO verschiedenste Informationen zusammenzuführen, um unterschiedliche Bereiche miteinander zu verzahnen und die Menschen für die Transformation gewinnen zu können. Ziel der Weiterbildung ist es, dass der spätere CDO in der Lage ist digital relevante Themen bei sich zu bündeln, die ansonsten verstreut im Unternehmen sind und somit für eine Digitale Transformation nicht oder nur mühsam genutzt werden können. Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt die Unterschiedlichkeiten von Fach- und IT-Experten zu erkennen und für den Prozess zielführend zu verknüpfen. Als strategischer Steuerer muss er in der Lage sein die Fach- und IT-Architektur zu verstehen und im Sinne der Geschäftsstrategie auszurichten.

Die digitale Transformation ist zum einen ein (IT)technisches Projekt. Darüber hinaus braucht der CDO ein Verständnis dafür, dass es sich in erster Linie um die Steuerung eines sozialen Prozesses handelt. Die Teilnehmer sollen im Rahmen der Weiterbildung erkennen, dass ein Digitalisierungsprojekt nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Ziele auf allen Ebenen überzeugend vermittelt, Widerstände aktiv bearbeitet und unter Einbeziehung der Betroffenen die notwendigen Umsetzungsschritte auf den Weg gebracht werden. Im Weiteren müssen die Entwicklungsschritte nachgehalten und gesteuert werden, um den beabsichtigten Grad der Zielerreichung erkennen und beeinflussen zu können. Der übergeordnete Fokus liegt daher darauf, dass die Teilnehmer befähigt werden das Management von Digitalisierungsprozessen so zu koordinieren, dass bei auftretenden Unwägbarkeiten rasch und flexibel auf die Eigenbewegungen des sozialen Systems reagiert werden kann. Im Interesse einer nachhaltigen Wirksamkeit der umzusetzenden Maßnahmen zählt hierzu insbesondere, dass  schnell und konstruktiv auf Ängste, Gerüchte und Widerstände eingegangen wird.

Besonders ist bei diesem Weiterbildungsformat, dass neben den inhaltlichen Themen bereits von Beginn an die Möglichkeit besteht, sich von einem youCcom-Experten coachen zu lassen. Anlässe können hier neben fachspezifischen Themen insbesondere auch organisationspsychologische Themen (z.B. Umgang mit internen Widerständen) sein.

Ausbildungsinhalte Chief Digital Officer CDO

Digitale Geschäftsstrategie entwickeln   

  • Entwicklung einer Gesamtstrategie für die Digitale Transformation (youCcom-DigiMap)
  • Digitale Entwicklungen in betriebswirtschaftlich relevante Dimensionen übersetzen (z.B. durch Verwendung von DigiMap und DigiArc)
  • Interne Benchmarks für Pilotprojekte entwickeln
  • Kontrolle des Umsetzungsstandes sowie aktive Steuerung der Wirksamkeit eingeleiteter Maßnahmen
  • Anwendung des youCcom-C2MP-Ansatzes

Share- und Stakeholder zielgerichtet koordinieren

  • Definition von Rollen, Aufgaben und Schnittstellen auf „C-Level“ (Zusammenarbeit mit CFO, COO und CIO)
  • Arbeit in und mit Gremien (z.B. Betriebs-/Personalrat, Arbeitsschutzausschuss)
  • Konstituierung eines Lenkungskreises zum Thema „Digitale Transformation“
  • Agile Projektteams / MDT’s orchestrieren (z.B. durch regelmäßige Reflektionsrunden)
  • Motivationsförderliche Ausrichtung des Prozesses zur Gewinnung von Führungskräften und Beschäftigten
  • Innovative Formen der Zusammenarbeit etablieren

Digitale Transformation als Veränderungsprozess steuern

  • Der youCcom-C2MP-Ansatz als systematischer Ansatz zur Gewährleistung der Handhabbarkeit digitaler Entwicklungsschritte
  • Konfliktprävention als Daueraufgabe in der Prozessarbeit
  • Rollen und Aufgaben in Digitalisierungsprozessen
  • Umgang mit unterschiedlichen Arbeits- und Sichtweisen auf Digitalisierungsprozesse (z.B. IT-Abteilung versus Fachabteilung)
  • Zielgerichtete Einbindung der Führungskräfte und der Beschäftigten
  • Prozessförderliche Maßnahmen für die zunehmende Integration digitaler Entwicklungen in die Unternehmenskultur
  • Möglichkeiten der Wirksamkeitskontrolle anwenden können
  • Informationen und/oder Eskalationen in die Managementebene aufbereiten