Glossar digitale Transformation 2018-09-05T20:38:14+00:00

Die zentralen Begriffe der Digitale Transformation im Überblick

Dieses Glossar digitale Transformation bietet Ihnen Definitionen aller zentralen Begriffe zum Themenfeld ugs. Digitalisierung.

 

Arbeit 4.0

Der Begriff Arbeiten 4.0 beschreibt den Veränderungsprozess der Arbeitswelt, sprich die Arbeitsformen und Arbeitsverhältnisse (Arbeitsort, Arbeitszeit, Arbeitsmittel, etc.) im Rahmen der digitalen Transformation und somit die Gestaltung der Spielregeln der künftigen Arbeitsgesellschaft. Kernbestandteil sind nicht nur die Produktions- und Prozesswelten der Industrie 4.0 sondern auch die Umsetzung eines Leitbildes gesunder Arbeit.

 

Digitalisierung

Digitalisierung bezeichnet das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate, sprich die Aufbereitung von Informationen zur Verarbeitung oder Speicherung in einem digitaltechnischen System. Die Digitalisierung als hat den Zweck, Informationen digital zu speichern, sie für die elektronische Datenverarbeitung verfügbar zu machen und somit informationstechnisch verarbeiten. Heute beschreibt der Begriff die Übertragung von Arbeitswelten in eine digitale Form.

 

Digitale Transformation

Die digitale Transformation – digitaler Wandel – bezeichnet einen fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess, der alle Unternehmen betrifft. Digitale Transformation bezeichnet den Übergang eines Unternehmens von der analogen in die digitale Welt. Die Grundlage bildet ein kontinuierlicher  ganzheitlicher Ansatz.

Basis der digitalen Transformation sind digitale Technologien, die in einer immer schneller werdenden Folge entwickelt werden und somit den Weg für wieder neue digitale Technologien ebnen. Zu den digitalen Technologien, gehören die digitalen Infrastrukturen (z.B. Netze, Computer-Hardware) und Anwendungen (z.B. Apps auf Smartphones) sowie die auf den digitalen Technologien basierenden (Markt)Potenziale wie digitale Geschäftsmodelle und digitale Wertschöpfungsketten.

 

Digitale Organisationsentwicklung

Der digitale Transformationsprozess geht neben der u.a. Nutzung neuer Technologien und Softwarelösungen einher mit neuen Kommunikations- und Koordinationsmechanismen. Dieser Prozess erfordert ein strukturiertes Change Management auf allen Ebenen (Mitarbeiter, Management, Fachbereiche, IT, etc.). Eine Vielzahl von Profilen, Funktionen, Strukturen und Prozessen sind umzustellen oder neu zu etablieren, was Veränderungs- und Risikobereitschaft, unternehmerisches visionäres Denken und selbstverantwortliches Handeln voraussetzt. Ziel der digitalen Organisationsentwicklung ist es den digitalen Wandel erfolgreich und nachhaltig in Organisationen umzusetzen.

 

Industrie 4.0

Industrie 4.0 bezeichnet das gesamtvolkswirtschaftliche Projekt zur Digitalisierung der industriellen Produktion, Ziel ist es die industrielle Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik zu verzahnen, eine weitestgehend Selbstorganisation zu ermöglichen und so die Wertschöpfungsketten und entsprechenden Produktlebenszyklen zu optimieren. Die technische Grundlage bilden intelligente und digital vernetzte Systeme.

 

Mittelstand 4.0

Auf Basis der Definition des Begriffes Industrie 4.0 beschreibt der Begriff Mittelstand 4.0 die mögliche Umsetzung in die unternehmerischen Praxis des Mittelstandes, d.h. die am Geschäftsmodell ausgerichtete Einführung von entsprechenden 4.0 Prozessen, 4.0 Software und 4.0 Technologien.

 

Prozesse 4.0

Unter 4.0-Prozessen werden hier alle Arbeitsprozesse verstanden, in denen cyber-physische Systeme (CPS) oder andere autonome technische Systeme (wie Messenger-Programme) beteiligt sind. 4.0-Prozesse sind in den Arbeitsprozessen bisher selten vollständig, aber in Ansätzen in allen Betrieben umgesetzt.

 

Software 4.0

Unter Software 4.0 wird hier die Software verstanden, die cyber-physische Systeme (CPS) und andere autonome technische Systeme (wie Messenger-Programme) steuert (zum Beispiel über künstliche Intelligenz, Algorithmen, semantische Technologien, Data Mining). Software 4.0 ist autonom und selbstlernend.

 

Technologie 4.0

4.0-Technologie bezeichnet hier Hardware (wie Assistenzmittel, Sensoren/Aktoren in Arbeitsmittel, Produkte, Räume etc.), die von Software 4.0 gesteuert wird.

 

Weiter Begriffe der Digitalen Transformation in alphabetischer Reihenfolge

Dieses Glossar digitale Transformation bietet Ihnen Definitionen aller weiteren Begriffe zum Themenfeld ugs. Digitalisierung.

 

Adaptive Arbeitsassistenzsysteme (AAS)

Unter dem Begriff Adaptive Arbeitsassistenzsysteme (AAS) werden Methoden, Konzepte und (elektronische) Systeme/Produkte verstanden, welche das Arbeitsleben des Menschen kontextabhängig und selbstständig unterstützen.

 

Agiles Arbeiten

Unter Agilität wird die Fähigkeit verstanden, sich schnell, flexibel und proaktiv an Veränderungen anzupassen. Das Konzept der Agilität umfasst kurze, überschaubare Planungs- und Umsetzungszyklen mit konkreten Ergebnissen, die schnelle Anpassungen auf veränderte Rahmenbedingungen ermöglichen. Fehler werden frühzeitig sichtbar und können korrigiert werden, Prioritäten werden regelmäßig hinterfragt. Agilität steht für iteratives Vorgehen, Selbstverantwortung, laterales Führen.

 

Agile Softwareentwicklung Glossar digitale Transformation

Agile Softwareentwicklung bezeichnet Ansätze im Softwareentwicklungsprozess, die die Transparenz und Flexibilität erhöhen und zu einem schnelleren Einsatz der entwickelten Systeme führen sollen, um so Risiken im Entwicklungsprozess zu minimieren. Je nach Kontext bezieht sich der Begriff auf Teilbereiche der Softwareentwicklung – wie im Fall von Agile Modeling – oder auf den gesamten Softwareentwicklungsprozess. Exemplarisch sei Extreme Programming oder Scrum aufgeführt. Agile Softwareentwicklung zeichnet sich durch selbstorganisierende Teams, sowie eine iterative und inkrementelle Vorgehensweise aus. Es wird versucht, mit geringem bürokratischem Aufwand und Regeln auszukommen und sich schnell an Veränderungen anzupassen, ohne dabei das Risiko für Fehler zu erhöhen. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Aktoren oder Aktuatoren

Aktoren oder Aktuatoren wandeln Strom oder Spannung in eine andere Energieform um, so beispielsweise in Schall, Druck, Temperatur, Bewegung, Drehmoment, Licht usw. Die verschiedenen in Aktoren benutzen Umwandlungsverfahren der elektrischen in nichtelektrische Energie – elektromagnetisch, induktiv, piezoelektrisch, optoelektrisch, magnetostriktiv, elektrostatisch, elektrochemisch – bestimmen über ihren Wirkungsgrad den Betrag der umwandelbaren Energie. (siehe auch Sensoren).

 

Algorithmus

Ein Algorithmus ist eine allgemein nachvollziehbare eindeutige Beschreibung einer Folge von Aktionen zur Lösung eines, meist mathematischen Problems. Algorithmen setzen sich aus Entscheidungen, die sich mittels Logiken realisieren lassen, und Berechnungsanteilen zusammen.

 

AmbientIntelligence AmI

Unter dem Begriff Ambient Intelligence werden solche Aktivitäten summiert, deren Ziel die Erweiterung der Lebens- und Arbeitsumgebung mit sogenannten intelligenten Funktionen ist, so dass Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen unterstützt und gefördert werden. AmbientIntelligence (AmI) beschreibt Technologieentwicklungen, bei denen sich Produkte und Umgebungen adaptiv und (weitgehend) autonom an die Nutzer anpassen. Konkrete I&K-Technologien wie z. B. Wearable IT – Smart Clothes oder arbeitswissenschaftlich relevante Themenfelder wie z.B. Augmented Reality sind damit als Teilgebiet von AmbientIntelligence zu verstehen.

 

Ausfallsicherheit

Die Ausfallsicherheit ist die definierte Sicherheit gegen einen Ausfall. Sie wird meist durch den Einsatz von Redundanzen erhöht. In der Technik wird eine Ausfallsicherheit durch organisatorische Maßnahmen und technische Redundanzen erzielt – steigend geordnet: A) Bereitstellung einer Ersatzkomponente, die bei einem Ausfall zum Einsatz kommt; wie ein Notstromgenerator bei einem Stromausfall. B) Verwendung parallel arbeitender Komponenten, die die zusätzliche Belastung im Fehlerfall übernehmen. Beispiel: Mehrstrahliges Flugzeug. C) Redundanz der Funktion durch verschiedene Prinzipien. Beispiel: die gleichzeitige Verwendung eines elektronischen und eines mechanischen Messgeräts. In der Computertechnik, zusätzlich zu einfachen technische Redundanzen, werden Computercluster eingesetzt. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Auftraggeber Jour Fix

Der Auftraggeber Jour Fix ist das Gremium, in dem die Projektmanager der jeweiligen Initiativen, die beauftragt wurden, mit den Auftraggebern besprechen. In den jeweiligen Meetings wird der Status der Initiativen, der Ausblick auf anstehende Entwicklungen, so wie benötigte Anpassungen an der Planung besprochen. Darüber hinaus werden Mitigations-Alternativen besprochen, die bekannte Probleme bzw. Risiken in der Entwicklung reduzieren sollen. Für bereits eingetretene Risiken wird die Informationsgrundlage für den Eskalationsprozess besprochen und auch hier werden Mitigations-Strategien analysiert und verabschiedet.

 

BI

Geschäftsanalytik, englisch Business Intelligence (Abkürzung BI) ist ein Begriff aus der Wirtschaftsinformatik, der Verfahren und Prozesse zur systematischen Analyse des eigenen Unternehmens (sowie seines Marktes: Kunden, Wettbewerb, Lieferanten und der Unternehmensumwelt) bezeichnet. Sie umfasst die Sammlung, Auswertung und Darstellung von Daten in elektronischer Form. Ziel ist die Unterstützung operativer und vor allem strategischer Entscheidungen. Zentrale Faktoren sind u.a. Kostensenkungspotenziale und Risikoreduzierung. Die Auswertung von Daten geschieht mit Hilfe analytischer Konzepte sowie spezialisierter Software und IT-Systeme.

 

Big Data youCcom Glossar digitale Transformation

Mit Big Data werden große Mengen an Daten bezeichnet, die u.a. aus Bereichen wie Internet und Mobilfunk, Finanzindustrie, Energiewirtschaft und Gesundheitswesen und aus Quellen wie intelligenten Agenten, sozialen Medien, Kundenkarten, Smart-Metering-Systemen, Assistenzgeräten, Überwachungskameras sowie Flug- und Fahrzeugen stammen und die gespeichert, verarbeitet und ausgewertet werden. Dies ist die Basis für Smart data. Big Data ist eine Herausforderung für den Datenschutz und das Persönlichkeitsrecht. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Block Chain/Blockchain entnommen youCcom Glossar digitale Transformation

Die „Blockkette“ ist im Grunde ein dezentrales Protokoll für Transaktionen (jede Art von Information) zwischen Parteien, das jede Veränderung transparent erfasst. Dabei werden Einträge in Blöcken zusammengefasst und gespeichert. Technisch stellt die Blockchain eine dezentrale Datenbank dar, die im Netzwerk auf einer Vielzahl von Rechnern (dezentral) gespiegelt vorliegt. Durch einen von allen Rechnern verwendeten Konsensmechanismus wird die Authentizität der Datenbankeinträge sichergestellt.

 

Building Information Modeling (BIM)

Building Information Modeling (BIM) ist eine Planungsmethode im Bauwesen, die die Erzeugung und die Verwaltung von digitalen virtuellen Darstellungen der physikalischen und funktionalen Eigenschaften eines Bauwerks beinhaltet. Die Bauwerksmodelle stellen dabei eine Informationsdatenbank rund um das Bauwerk dar, um eine verlässliche Quelle für Entscheidungen während des gesamten Lebenszyklus zu bieten. Das BIM-Ziel ist eine zentrale Verwaltung von möglichst allen projektrelevanten Informationen.

 

Business-Owner       

Der Business Owner ist der Ansprechpartner des jeweiligen Fachbereichs für eine spezielle Anforderung. Er ist der Experte dafür, die Anforderung vollumfänglich beschreiben zu können und abschätzen zu können, in welchen fachlichen Prozessen sich Änderungen auf Grund der jeweiligen Anforderung ergeben. Weiterhin verantwortet er, dass Testfälle sowie Abnahmekriterien definiert werden und nach erfolgter Umsetzung durch die IT Tests und Abnahmen erfolgen.

 

Change Control Boards für Applikationen App

Das Change Control Board CCB steuert alle Anforderungen aus dem Change Management bezogen auf eine Applikation. Neben der Planung der Applikations-Roadmap übernimmt das CCB auch die Kommunikation zu den verschiedenen Stake Holdern. Bezüglich der jeweiligen Anforderungen wird im CCB besprochen und entschieden, ob die jeweilige Anforderung Applikations-relevant ist, d.h. ob sie in der Folge in die Produkt-Roadmap aufgenommen wird. Darüber hinaus wird dokumentiert, ob Änderungen nur eines Modultests (einfache Änderungen ohne Auswirkungen auf andere Services) oder eines Integrationstests (komplexe Änderungen, die sich mehrere Services auswirken) bedürfen.

 

Change Management entnommen youCcom Glossar digitale Transformation

Change Management – Veränderungsmanagement – ist ein Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre. Er beschreibt eine eigenständige betriebswirtschaftliche Disziplin zur Umsetzung weitreichender Veränderungen in Organisationen. Change Management ist zudem ein Themengebiet aus der IT Infrastructure Library ITIL und wird als Prozess definiert, der das Ziel hat, dass alle Anpassungen an der IT-Infrastruktur kontrolliert, effizient und unter Minimierung von Risiken für den Betrieb bestehender Business-Services durchgeführt werden.

 

Clickworker youCcom Glossar digitale Transformation

Dienstleister, die gegen Bezahlung für ein Unternehmen Aufgaben wie beispielsweise Datenrecherche oder Texterstellung bewältigen. Die Aufträge werden dabei über digitale Plattformen vergeben. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Cloud Computing

Cloud Computing bezeichnet das dynamisch an den Bedarf angepasste Anbieten, Nutzen und Abrechnen von IT-Dienstleistungen über ein Netz. Dienstleistungen erfolgen dabei ausschließlich über definierte technische Schnittstellen und Protokolle. Die Bandbreite, der im Rahmen von Cloud Computing angebotenen Dienstleistungen, umfasst das komplette Spektrum der Informationstechnik und beinhaltet unter anderem Infrastruktur (z. B. Rechenleistung, Speicherplatz), Plattformen und Software.

 

Compliance   

Compliance – Regeltreue bzw. Regelkonformität ist die betriebs- und rechtswissenschaftliche Umschreibung für die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch von freiwilligen Kodizes, in Unternehmen. Die Gesamtheit der Grundsätze und Maßnahmen eines Unternehmens zur Einhaltung bestimmter Regeln und damit zur Vermeidung von Regelverstößen in einem Unternehmen wird als Compliance Management System bezeichnet.

 

Co-Working-Space

Räumlichkeit, in der verschiedene unabhängige Organisationen oder Freiberufler zusammen an einem Ort arbeiten können. Die Arbeitsplätze und vorhandene Infrastruktur werden dabei auf eine bestimmte Zeit gemietet.

 

CPS-Plattform

Implementierung einer Kommunikations- und Systeminfrastruktur mit erforderlichen Management- und Produktivdiensten und definierten Quality of Service-Eigenschaften QoS zum effizienten Aufbau und der Integration von CPS für eine Anwendungsdomäne.

 

Cyber-physische Systeme CPS

Cyber-physische Systeme CPS verbinden und steuern als autonome technische Systeme Arbeitsmittel, Produkte, Räume, Prozesse und Menschen in Echtzeit (z.B. über Sensoren/Aktoren, Verwaltungsschalen mit Software 4.0, Domänenmodelle, Software-Plattformen). Im amerikanischen Sprachraum wird CPS oftmals synonym für Industrie 4.0 verwendet.

 

Crowdfunding

Möglichkeit der Finanzierung (engl. funding) eines sozialen oder ökonomischen Projekts durch eine Gruppe (engl. crowd) von zumeist Privatpersonen.

 

Crowdsourcing

Ein Geschäftsmodell, bei dem umfangreiche Arbeiten an eine Gruppe (engl. crowd) Internetnutzer ausgelagert (engl. outsourcing) wird, um Ressourcen und Kosten zu sparen oder Kollektivwissen zu nutzen (z.B. Online-Lexikon Wikipedia). Crowdsourcing hat verschiedene Unterkategorien, u.a. Crowdfunding (Community finanziert Projekt), Co-Creation (Community erschafft ein Werk) oder Mircroworking (Community erfüllt kleinere (Teil-)Aufgaben, die zu einem Gesamtergebnis zusammengesetzt werden).

 

3-D-Druck Additive Manufacturing AM

Additive Manufacturing ist ein Prozess, bei dem ein Objekt durch das meist schichtweise Hinzufügen, Auftragen und Ablagern von Material, anhand eines digitalen Modells erzeugt wird. Als Vorlage für die Produktion dient dabei ein digitales 3D-Modell (bspw. in Form einer CAD Datei) die in maschinenlesbaren Code übersetzt und automatisiert verarbeitet wird. AM steht im Gegensatz zu subtraktiven Verfahren. Bei diesen wird Rohmaterial mittels Fräsen, Drehen, Bohren und anderen elektrische Verfahren wie Funkerodieren durch mechanische Abtragung von Material bearbeitet (bspw. durch CNC-Maschinen), um ein Objekt zu erzeugen. In den letzten Jahren prägten sich vor allem die nicht technischen Begriffe “3D-Druck” und “3D-Printing” als umgangssprachliche Bezeichnung für alle Verfahren die AM zugeordnet werden. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Data Lake  entnommen youCcom Glossar digitale Transformation

Ein Data Lake ist ein System oder Repository von Daten, die in seinem natürlichen Format gespeichert sind, normalerweise Objektblobs oder Dateien. Ein Data Lake ist in der Regel ein einziger Speicher für alle Unternehmensdaten, einschließlich Rohkopien von Quellsystemdaten und transformierten Daten, die für Aufgaben wie Reporting, Visualisierung, Analyse und maschinelles Lernen verwendet werden. Ein Data Lake kann strukturierte Daten aus relationalen Datenbanken (Zeilen und Spalten), semi-strukturierte Daten (CSV, Logs, XML, JSON), unstrukturierte Daten (E-Mails, Dokumente, PDFs) und binäre Daten (Bilder, Audio, Video) enthalten. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Data Mart

Ein Data Mart ist eine Kopie des Teildatenbestandes eines Data Warehouse DW, die für einen bestimmten Organisationsbereich oder eine bestimmte Anwendung oder Analyse erstellt wird. Es kann auch als Teilansicht auf das Data Warehouse oder nicht-persistenter Zwischenspeicher verstanden werden. In der Praxis wird in einigen Fällen der in einem Data Mart vorhandene Datenbestand auch langfristig vorgehalten. Gründe für das Arbeiten mit einem Data Mart anstelle des direkten Zugriffs auf die Daten im Data-Warehouse anhand von Sichten (Views) sind: a) die Notwendigkeit spezieller Datenstrukturen (die in dieser Form nicht im DW vorhanden sind) für bestimmte Analysen, z. B. für die mehrdimensionale Analyse, das so genannte Online Analytical Processing (OLAP), b) bessere Leistung (Performance): Verlagerung von Rechnerleistung auf einen anderen Rechner und/oder Verlagerung von Zugriffen auf einen anderen Speicher und/oder im Falle von lokaler Nutzung weniger Netzbelastung, Eigenständigkeit der Anwender (z. B. Mobilität, Unabhängigkeit von anderen Organisationsbereichen) c) Zugriffsschutz: Abgrenzung gegenüber anderen Nutzern oder Öffnung für weitere Nutzer (es wird nicht direkt auf die Daten im Data-Warehouse zugegriffen, sondern nur indirekt über den Data-Mart). Durch den Einsatz von Data Marts kann auf das jeweilige Anwendungsgebiet (fachlich), das Zielsystem (technisch) und die Anwender (organisatorisch) weitgehend Rücksicht genommen werden. Durch die Data Marts wird der Datenbestand des Data Warehouse verteilt. Die derart entstandenen Data Marts setzen das Data-Warehouse voraus, man spricht daher von abhängigen Data Marts. Neben diesem Data-Mart-Begriff gibt es noch den allenfalls historisch relevanten Begriff des unabhängigen Data Marts, der losgelöst von einem Data-Warehouse existiert und der eine Sicht auf ein oder mehrere Quellsysteme ermöglicht. Dieser Architekturansatz läuft dem Integrationsgedanken des Data-Warehousing zuwider, da er mit der Zeit zu vielen Insellösungen führen kann. Er rührt aus einer Zeit, in der es noch nicht das zentrale Datenlager, das Data-Warehouse, gab. Das Datenmodell eines Data Marts entspricht häufig einer multidimensionalen oder OLAP-Struktur. Die technische Realisierung dieses Datenmodells kann als multidimensionale Datenbank, als relationale Datenbank oder zunehmend auch im Arbeitsspeicher des Rechners erfolgen.

 

Data Mining entnommen youCcom Glossar digitale Transformation

Auf dem englischen Begriff mining, der für den Abbau von Rohstoffen steht, basierend ist Data Mining ein Sammelbegriff für die systematische Analyse große Datenbestände (insbesondere „Big Data“ bzw. Massendaten) mittels computergestützter statistischer Methoden. Ziel ist es neue Querverbindungen, Muster und Trends zu erkennen und somit neues Wissen zu gewinnen. Im wissenschaftlichen Kontext bezeichnet es primär die Extraktion von Wissen, das (im statistischen Sinne) gültig, bisher unbekannt und potentiell nützlich ist zur Bestimmung bestimmter Regelmäßigkeiten, Gesetzmäßigkeiten und verborgener Zusammenhänge. In der Praxis wurde der Begriff Data Mining auf den gesamten Prozess der sogenannten „Knowledge Discovery in Databases“ (englisch für Wissensentdeckung in Datenbanken) übertragen, der auch Schritte wie die Vorverarbeitung und Auswertung beinhaltet, während Data Mining im engeren Sinne nur den eigentlichen Verarbeitungsschritt des Prozesses bezeichnet.

 

Datenqualitätsmessung

Datenmanagement ist die Menge aller methodischen, konzeptionellen, organisatorischen und technischen Maßnahmen und Verfahren zur Behandlung der Ressource Daten mit dem Ziel, sie mit ihrem maximalen Nutzungspotenzial in die Geschäftsprozesse einzubringen und im laufenden Betrieb deren optimale Nutzung zu gewährleisten. Darüber hinaus muss ein professionelles Datenmanagement auch die Aspekte der Daten-/Informationsqualität und des Datenschutzes berücksichtigen. Über die gesamte Prozesskette hinweg soll für Datenkonsistenz gesorgt werden. Angefangen von der Geschäftserfassung, über die Bestandsführungssysteme, das Risikocontrolling, bis hin zur Bilanz ist eine komplexe Prozesskette zu berücksichtigen, die viele Bereiche eines Unternehmens betrifft. Die Datenqualität spielt dabei in jedem einzelnen Prozessschritt eine entscheidende Rolle. Daten sind dann von hoher Qualität, wenn die Datennutzer auf effektive Weise die jeweiligen Aufgaben erledigen können. Das bedeutet, dass die Datenqualität immer vom Verwendungszweck der Daten abhängt. Dieser ist in der Regel in den Geschäftsprozessen beschrieben. Im Umkehrschluss heißt das: Wenn die Prozesse im Unternehmen geändert oder an neue Anforderungen angepasst werden, kann sich die Definition von hoher Datenqualität ebenso ändern. Entsprechend müssen die Regeln für die Erfassung, Bearbeitung und Auswertung der Daten adaptiert werden. Der Datenschutz sieht insbesondere vor, dass personenbezogene Daten vor Missbrauch geschützt werden und nur zu dem Zweck verwendet werden dürfen, zu dem sie erhoben werden. Datenqualitätsmessung ist die qualitative Überprüfung der Datenqualität in Form messbarer KPI’s Key Performance Indikatoren. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Design Thinking

Design Thinking ist ein Prozess zur Förderung kreativer Ideen. Im Fokus steht dabei Innovationen hervorzubringen, die sich am Nutzer orientieren und dessen Bedürfnisse befriedigen, d.h. aus Anwendersicht (Nutzersicht) überzeugend sind. Design Thinking wird z.T. nicht als Methode oder Prozess, sondern als Ansatz beschrieben, der auf den drei gleichwertigen Grundprinzipien Team, Raum und Prozess besteht. Je nach Anwendungsbereich kommt beim Design Thinking eine Vielzahl von Methoden zum Einsatz, die sich meist durch Benutzerorientierung, Visualisierung, Simulation sowie durch iteratives Vorgehen auszeichnen.

Design Thinking basiert auf der Annahme, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem die Kreativität fördernden Umfeld zusammenarbeiten, gemeinsam eine Fragestellung entwickeln, die Bedürfnisse und Motivationen von Menschen berücksichtigen und dann Konzepte entwickeln, die mehrfach geprüft werden.

 

Design Thinking und agiles Arbeiten 

Design Thinking kann mit Techniken des agilen Arbeiten ausgeführt werden. Dadurch erhält das Modell eine höhere Flexibilität und Kreativität und hat somit die Aussicht auf bessere Ergebnisse in kürzerer Zeit. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Digitaler Reifegrad

Die digitale Reife bzw. der digitale Reifegrad beschreibt wie digital ein Unternehmen aufgestellt ist. Er definiert in welchem Digitalisierungsstadium sich ein Unternehmen bzw. verschiedene Unternehmensbereiche befinden. Ein digitaler Transformationsprozess erfolgt grundsätzlich mehrdimensional. Ein Unternehmen durchläuft unterschiedliche Stadien der digitalen Reife. Die Ermittlung des Ist-Zustandes erfolgt durch die Operationalisierung und Quantifizierung der einzelnen Strukturen und Prozesse, die bei der digitalen Transformation zum Tragen kommen. Die Bestimmung bzw. Messung des digitalen Reifegrads erfolgt somit anhand verschiedener (Kern-) Dimensionen. Die drei Kerndimensionen Kundenerlebnis, operationelle Prozesse und erweiterte/neue Geschäftsmodelle können bspw. durch Unterscheidung zwischen Kundenerlebnis, Produktinnovation, Strategie, Organisation, Prozessdigitalisierung, Zusammenarbeit, ICT-Betrieb & Entwicklung, Kultur und Expertise sowie Transformationsmanagement ausdifferenziert werden. Im Ergebnis steht eine entsprechende Kategorisierung. Ob diese in Begrifflichkeiten wie digitale Anfänger, Intermediäre, Fortgeschrittene und Experten gefasst oder anhand bspw. eines Ampelsystems dargestellt wird ist hierbei zweitrangig. Wichtig ist die unternehmensspezifische Definition des Istzustandes, das Aufzeigen der Handlungsbedarfe, eine klare Priorisierung und Umsetzung der notwendigen Schritte.

 

Digital Literacy

Digital Literacy umschreibt die Kenntnisse und Kompetenzen, die im Umgang mit neuen technischen Geräten sowie den damit gebildeten Informations- und Kommunikationsnetzwerken benötigt werden.

 

Disruptive Technologien       

Disruptive Technologien (oft auch „Disruptive Innovationen“; engl. to disrupt „unterbrechen“ bzw. „stören“) sind Innovationen, die die Erfolgsserie einer bereits bestehenden Technologie, eines bestehenden Produkts oder einer bestehenden Dienstleistung ersetzen oder diese vollständig vom Markt verdrängen. Disruption beschreibt den Prozess eines ressourcenarmen Unternehmens, große und etablierte Firmen herauszufordern.

 

Down Stream System

Down Stream Systeme sind Applikationen, die ihre Daten aus Source Systemen beziehen. Je nach Facharchitektur ist oftmals zwischen Source Systemen und den Down Stream Systemen ein DWH zwischengeschaltet. Technisch übernehmen ETL-Techniken dabei die Interaktion zwischen den jeweiligen Applikationen.

 

Data Warehouse DWH entnommen youCcom Glossar digitale Transformation

Ein Data Warehouse DW oder DWH bzw. Datenlager ist eine für Analysezwecke optimierte zentrale Datenbank, die Daten aus mehreren, in der Regel heterogenen Quellen zusammenführt und verdichtet. Der Inhalt eines Data Warehouse entsteht durch Kopieren und Aufbereiten von Daten aus unterschiedlichen Quellen. Meist ist ein Data Warehouse die Basis für die Aggregation von betrieblichen Kennzahlen und Analysen innerhalb mehrdimensionaler Matrizen (OLAP-Würfel), dem sogenannten Online Analytical Processing (OLAP). Ein Data Warehouse ist häufig Ausgangsbasis für Data Mining. In der Regel arbeiten die Anwendungen mit anwendungsspezifisch erstellten Auszügen aus dem Data Warehouse, den sogenannten Data Marts.

 

EAI

Enterprise Application Integration EAI oder Unternehmensanwendungsintegration UAI ist ein Konzept zur unternehmensweiten Integration der Geschäftsfunktionen entlang der Wertschöpfungskette, die über verschiedene Applikationen auf unterschiedlichen Plattformen verteilt sind und die im Sinne der Daten- und Geschäftsprozessintegration verbunden werden können. Das Ziel ist die integrierte Geschäftsabwicklung durch ein Netzwerk unternehmensinterner Applikationen verschiedener Generationen und Architekturen. Die unterschiedlichen Methoden Datenintegration, Enterprise Bus, Anwendungsintegration, Message Broker und Prozessintegration, Prozessmanagement-Tool bauen aufeinander auf.

 

Eskalationsprozesse/ Prozesse der Eskalation

Gegenstand von Eskalationsprozessen ist die Auflösung bereits entstandener sowie die Verhinderung zu befürchtender Non-Compliance-Situationen. Das Ziel dieser Prozesse besteht darin, kritische Aktivitäten zu eskalieren. Dies bedeutet, dass derartige Aktivitäten transparent gemacht und zeitnah einer verantwortlichen Instanz zum Treffen regulierender Entscheidungen zwingend vorgetragen werden. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar Digitalisierung.

 

ETL

Extract, Transform, Load ETL ist ein Prozess, bei dem Daten aus mehreren gegebenenfalls unterschiedlich strukturierten Datenquellen in einer Zieldatenbank vereinigt werden. ETL steht für die E – Extraktion der relevanten Daten aus verschiedenen Quellen, T – Transformation der Daten in das Schema und Format der Zieldatenbank und das L – Laden der Daten in die Zieldatenbank. Bekannt ist der Prozess vor allem durch die Verwendung beim Betrieb eines Data Warehouse. Hier müssen große Datenmengen aus mehreren operationalen Datenbanken konsolidiert werden, um dann im Data-Warehouse gespeichert zu werden.

 

Entität

Eine Entität (entitas = seiend, Ding) ist in der Datenmodellierung ein Objekt in der Informationswelt, für dessen Verwaltung und Nutzung Informationen gespeichert oder verarbeitet werden sollen. Das Objekt kann materiell oder immateriell, konkret oder abstrakt sein. Beispiele: Ein Fahrzeug, ein Konto, eine Person, ein Zustand.

 

Facharchitekt

Der Facharchitekt erstellt und pflegt die Facharchitektur eines Unternehmen. Er arbeitet bei dem Design der Facharchitektur aus neuen Anforderungen mit.

 

Facharchitektur

Eine Facharchitektur beschreibt die Geschäftsobjekte, Funktionen, Prozesse und Regeln, nach denen ein Unternehmen strukturiert und organisiert ist.

 

Ganzheitliche Produktionssysteme GPS

Bei einem ganzheitlichen Produktionssystem GPS sind die Teilsysteme der industriellen Produktion – von der Produktionsplanung bis zum Versand der Produkte – aufeinander abgestimmt. GPS sind Teil eines umfassenden Rationalisierungskonzeptes zur Reduzierung der Kosten, Erhöhung der Produktivität und damit Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Sie sollen übersichtliche Strukturen und eine Abstimmung der Prozesse gewährleisten. GPS haben aber nicht nur in den großen Industrieunternehmen, sondern auch in KMU Verbreitung gefunden. Sie sind im Prinzip nicht neu, sondern vereinen bekannte, auf Einzellösungen basierende komplexe Vorgehen und gewährleisten damit eine ganzheitliche Betrachtung. Die volatilen und globalisierenden Märkte sowie deren zunehmende Vernetzung fordern ein hohes Maß an Flexibilität, Effizienz und Produktivität. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben Unternehmen in der Vergangenheit vielfach GPS eingeführt. Diese bilden ein methodisches Regelwerk für die kontinuierliche Ausrichtung sämtlicher Unternehmensprozesse am Kunden und zur kontinuierlichen und systematischen Reduzierung bzw. Vermeidung von nicht wertschöpfenden Tätigkeiten. Die Verbesserungspotenziale für Unternehmen, die bereits erfolgreich ein GPS eingeführt haben, werden allerdings geringer. Diese Unternehmen müssen sich dennoch am Markt behaupten und sich den wachsenden Kundenansprüchen und dem steigenden Wettbewerbsdruck stellen. Industrie 4.0 kann die Umsetzung des Gestaltungsprinzips der Standardisierung optimieren.

 

Governance und Corporate Governance      

Governance von französisch gouverner „verwalten, leiten, erziehen“– oft übersetzt als Regierungs-, Amts- bzw. Unternehmensführung – bezeichnet allgemein das Steuerungs- und Regelungssystem im Sinn von Strukturen (Aufbau- und Ablauforganisation) einer politisch-gesellschaftlichen Einheit wie Staat, Verwaltung, Gemeinde, privater oder öffentlicher Organisation. Corporate governance steht für die Grundsätze der Unternehmensführung und -kontrolle. Sie bildet den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen zum Nutzen aller relevanten Stakeholder.

 

Hybrid Assistive Limb (HAL)

Hybrid Assistive Limb, kurz HAL (hybride unterstützende Gliedmaße) ist ein Servo-Exoskelett-Anzug, der von der Tsukuba-Universität in Japan und der Robotik-Firma Cyberdyne Inc. entwickelt wurde. Er wurde entworfen, um die physischen Fähigkeiten seiner Nutzer zu unterstützen und zu erweitern, insbesondere Personen mit physischen Behinderungen. Einsatz als Laufunterstützung bei der Japanischen Polizei, bei Erntearbeitern in Japan, Einsatz zum Geldpaketeheben bei Bankmitarbeitern in Japan. Vollkörperunterstützung oder Teilkörperunterstützung z.B. Unterstützung des Rückenbereichs).

 

Incident Management

IT-Incident Management bzw. IT-Störungsmanagement umfasst typischerweise den gesamten organisatorischen und technischen Prozess der Reaktion auf erkannte oder vermutete Sicherheitsvorfälle bzw. Störungen in IT-Bereichen sowie hierzu vorbereitende Maßnahmen und Prozesse. Das Spektrum möglicher Vorfälle reicht dabei von technischen Problemen und Schwachstellen bis hin zu konkreten Angriffen auf die IT-Infrastruktur. IT-Incident-Management im engeren Sinne muss dabei sowohl organisatorische, als auch rechtliche sowie technische Detailfragen berücksichtigen. Ziel des Incident-Management-Prozesses ist die schnellstmögliche Wiederherstellung der Service-Leistung (auch mit Workarounds). Incidents werden mit Hilfe von Tickets dokumentiert. Für die Entgegennahme und Überwachung der Tickets ist ein Servicedesk zuständig.

 

IT Service-Management       

IT-Service-Management (ITSM) bezeichnet die Gesamtheit von Maßnahmen und Methoden, die nötig sind, um die bestmögliche Unterstützung von Geschäftsprozessen (GP) durch die IT-Organisation zu erreichen. ITSM beschreibt insofern den Wandel der Informationstechnik zur Kunden- und Serviceorientierung. Von Bedeutung ist die Gewährleistung und Überwachung der Business Services, also die für den Kunden sichtbaren IT-Dienstleistungen. Auf diese Weise können kontinuierlich die Effizienz, die Qualität und die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen IT-Organisation verbessert werden.

 

IT-Owner       

Der IT-Owner ist derjenige, der im Rahmen der Umsetzung einer Anforderung die Programmierung übernimmt. Er arbeitet normalerweise eng mit dem Service Owner zusammen, der in der Regel ebenfalls in der IT angesiedelt ist.

 

ITIL    

Die Information Technology Infrastructure Library (ITIL) ist eine Sammlung vordefinierter Prozesse, Funktionen und Rollen, wie sie typischerweise in jeder IT-Infrastruktur mittlerer und großer Unternehmen vorkommen. ITIL beschreibt in fünf Kernbänden mit derzeit 26 Kernprozessen die Komponenten und Abläufe des Lebenszyklus von IT-Services (IT-Service-Managements (ITSM)). Eine Kernanforderung an die Prozesse ist dabei die Messbarkeit. Die praktische Zuweisung der Tätigkeiten erfolgt anhand von Rollen und Funktionen. Es handelt sich dabei lediglich um Best-Practice-Vorschläge, die an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden müssen. Seit 2013 ist ITIL eine Schutzmarke von AXELOS.

 

Kanban        

Kanban ist eine Methode der Produktionsprozesssteuerung. Das Vorgehen orientiert sich ausschließlich am tatsächlichen Verbrauch von Materialien am Bereitstellungs- und Verbrauchsort. Kanban ermöglicht eine Reduktion der lokalen Bestände von Vorprodukten in und nahe der Produktion, die dort in Produkten der nächsten Integrationsstufe verbaut werden. Ziel der Kanban-Methode ist es, die Wertschöpfungskette auf jeder Fertigungs-/Produktionsstufe einer mehrstufigen Integrationskette kostenoptimal zu steuern. Dabei erfolgen die Entnahmen aus den jeweiligen Pufferlagern (meist keine festen Lagerplätze) und das Nachliefern in dieselben Pufferlager asynchron. Durch das Verteilen der Pufferlager in der Produktion entlang der Integrationskette wird mit einfachen Mitteln der Information und mit kurzen Wegen des Transports eine einfache Lösung erreicht. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Kooperationsausschuss

Der Kooperationsausschuss kommt zum Tragen, wenn in einem Projekt mehrere interne und externe Parteien tätig sind und mindestens eine der externen Parteien die Entscheidungsbefugnis hat, welche Anforderungen in der durch sie zur Verfügung gestellten Software umgesetzt werden und welche nicht. Normalerweise besteht der Kooperationsausschuss aus Vertretern der Managementebene der verschiedenen Parteien sowie den jeweiligen Projektleitern.

 

LDAP entnommen youCcom Glossar digitale Transformation

Das Lightweight Directory Access Protocol LDAP, deutsch etwa leichtgewichtiges Verzeichniszugriffsprotokoll, ist ein Netzwerkprotokoll zur Abfrage und Änderung von Informationen verteilter Verzeichnisdienste. Seine aktuelle und dritte Version ist in RFC 4510 bis RFC 4532 spezifiziert und das eigentliche Protokoll in RFC 4511. Der Standardport für ungesicherte Verbindungen ist 389 und der Standardport für TLS-Verbindungen (LDAPS) 636.

 

Lenkungsausschuss

Der Begriff Lenkungsausschuss bezeichnet im Projektmanagement das übergeordnete Entscheidungsgremium für ein einzelnes Projekt oder eine Gruppe von Projekten oder Programmen (Projektportfolio). Alternative Bezeichnungen sind Steering Committee, Steering Board, Steuerungsausschuss, Lenkungskreis, Steuerungskreis, Control Board oder auch Entscheidungsgremium. Der Ausschuss dient dem Projektleiter als Entscheidungs-, Eskalations- und Berichtsgremium. Es sollte möglichst klein gehalten werden.

 

Losgröße 1

Die Losgröße ist die Menge einer Produktart oder einer Baugruppe, die in einer Produktionsstufe als geschlossener Posten (Los) ohne Unterbrechung durch die Produktion anderer Produkte oder Baugruppen gefertigt wird. Das Idealziel der Industrie 4.0 ist Losgröße 1 – d.h. es gibt nur eine geschlossene Produktionsstufe über alle Prozesse des kompletten Produktes/der kompletten Dienstleistung.

 

Main Stream IT

Der Main Stream in der IT bezeichnet den Anteil der Systeme/Datenbanken, die die Vorbereitung zur Einführung von sogenannten Major Releases unterstützen. Änderungen, die im Main Stream umgesetzt werden, gelangen nicht direkt nach deren Abnahme in die Produktion, sondern werden gesammelt, um nach einem Integrations- und User Acceptance Test produktiv genommen zu werden.

 

Massive Open Online Course MOOC

MOOCs kombinieren traditionelle Formen der Wissensvermittlung wie Videos, Lesematerial und Problemstellungen mit Foren, in denen Lehrende und Lernende miteinander kommunizieren und Gemeinschaften bilden können. A) M -Massive: Inzwischen beginnt sich die Festlegung zu etablieren, dass Teilnehmerzahlen ab 150 Personen als „massive“ gelten können, da man dann nicht mehr jeden einzelnen Teilnehmenden kennen kann. B) O – Open: Die Offenheit bezieht sich auf unterschiedliche Aspekte (keine formale Zulassungsbeschränkung, Kostenfrei, Lernziele können von den Teilnehmern selbst für sich definiert werden) C) O – Online: Nur rein webbasierte Kurse ermöglichen eine freie, ortsunabängige Zugänglichkeit. Dabei ist zentrale Anlaufstelle der Kurse ist eine Seite / ein Kursraum im Netz. Die Distribution der Materialien erfolgt rein online (über ein Blogsystem oder über Lernplattformen). D) C – Course: Im Gegensatz zu Open Educational Resources (OER), also frei im Netz zugänglichen offenen Bildungsressourcen, ist ein MOOC als Lehrveranstaltung konzipiert mit festem Start- und Endtermin, einer Strukturierung in unterschiedliche Themeneinheiten, einer oder mehrere Lehrende, ggf. Betreuungsangebote, andere Kursteilnehmende etc. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

OLAP Online Analytical Processing

Online Analytical Processing OLAP wird neben dem Data Mining zu den Methoden der analytischen Informationssysteme gezählt. OLAP wird weiterhin den hypothesengestützten Analysemethoden zugeordnet. Der Analyst muss vor der eigentlichen Untersuchung wissen, welche Anfragen er an das OLAP-System stellen möchte. Seine Hypothese wird dann durch das Analyseergebnis bestätigt oder widerlegt. OLAP-Systeme bilden in diesem Zusammenhang oft die technologische Grundlage für aktuelle Business-Intelligence-Anwendungen. Typische Einsatzszenarien für entsprechende OLAP-Systeme sind u. a. das Berichtswesen und Analyse, aber auch Planung und Budgetierung in folgenden Bereichen: Controlling, Finanzabteilungen, Vertrieb, Produktion, Personal und Management Unternehmenssteuerung. OLAP-Systeme beziehen ihre Daten entweder aus den operationalen Datenbeständen eines Unternehmens oder aus einem Data-Warehouse (Datenlager). Der Einsatz eines Data-Warehouse verhindert, dass die Analysedaten mit den transaktionsorientierten Datenbeständen in Kontakt kommen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt wird. Ebenso ist die Leistung eines OLAP-Systems von der verwendeten Datenhaltungsform und deren Anbindung an den Analyse-Client abhängig. Im Gegensatz zum Online Transaction Processing (OLTP) steht hier die Durchführung komplexer Analysevorhaben im Vordergrund, welche ein sehr hohes Datenaufkommen verursachen. Das Ziel ist, durch multidimensionale Betrachtung dieser Daten ein entscheidungsunterstützendes Analyseergebnis zu gewinnen. Als besondere Zielgruppe wird hier das Management in seiner Rolle als Entscheidungsträger genannt. Die OLAP zugrunde liegende Struktur ist ein OLAP-Würfel, der aus der operationalen Datenbank erstellt wurde. Dieser folgt einer multidimensionalen, datenpunktorientierten Logik im Gegensatz zur zeilenorientierten Logik beim OLTP.

 

Projektportfolio- bzw. Multiprojektgremium für IT-Projekte   

Das Projektportfolio- bzw. Multiprojektgremium für IT-Projekte kümmert sich um die übergeordnete Steuerung von mehreren oder der Gesamtheit aller Projekte eine Unternehmens.

 

Projektvorgehensmodelle     

Beispiele für Projektvorgehensmodelle sind Scrum, Kanban und Wasserfall sowie eine Reihe von Derivaten, die einzelne Details des Basismodells verändert haben.

 

Referenzarchitektur entnommen youCcom Glossar digitale Transformation

Modell für eine Architekturbeschreibung (für Industrie 4.0), die allgemein genutzt wird und als zweckmäßig anerkannt ist (Referenzcharakter hat). Eine Referenzarchitektur kann auf Basis eines Referenzmodells definiert werden.

 

Referenzmodell

Modell, das allgemein genutzt wird und als zweckmäßig anerkannt ist (mit Empfehlungscharakter), um spezifische Modelle abzuleiten.

 

RACI

Mit RACI wird eine Technik zur Analyse und Darstellung von Verantwortlichkeiten bezeichnet. Der Name leitet sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Begriffe Responsible, Accountable, Consulted und Informed ab. Organisationen nutzen die Kategorisierung nach RACI, um zu beschreiben, welche Rolle für welche Aktivitäten verantwortlich ist, und welche Rollen zu beteiligen sind. So kann man zu einer klaren Beschreibung der Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten gelangen. Dabei werden die Begriffe wie folgt interpretiert: A) Responsible – verantwortlich, zuständig für die eigentliche Durchführung. Die Person, die die Initiative für die Durchführung (auch durch Andere) gibt. B) Accountable – rechenschaftspflichtig (Kosten-, bzw. Gesamtverantwortung), verantwortlich im Sinne von genehmigen, billigen oder unterschreiben. Die Person, die im rechtlichen oder kaufmännischen Sinne die Verantwortung trägt. Wird auch als Verantwortung aus Kostenstellensicht interpretiert. C) Consulted – konsultiert. Eine Person, die vielleicht nicht direkt an der Umsetzung beteiligt ist, aber relevante Informationen für die Umsetzung hat und deshalb befragt werden soll oder muss. D) Informed – zu informieren. Eine Person, die Informationen über den Verlauf bzw. das Ergebnis der Tätigkeit erhält oder die Berechtigung besitzt, Auskunft zu erhalten. In der Regel sollte pro Aktivität nur eine Person (Rolle) accountable und responsible sein. Dagegen können mehrere Personen bei einer Aktivität consulted oder informed sein. Ebenso kann es vorkommen, dass eine Person für eine Aktivität gleichzeitig accountable und responsible ist. Wenn für eine Aktivität keine Person als responsible definiert ist, nennt man dies Lack of responsibility. Wenn mehr als eine Person responsible ist, spricht man von overlap in responsibility.

 

RBAC Role Based Access Control

Role Based Access Control (RBAC; deutsch: Rollenbasierte Zugriffskontrolle) ist in Mehrbenutzersystemen oder Rechnernetzen ein Verfahren sowie ein Entwurfsmuster zur Zugriffssteuerung und -kontrolle auf Dateien oder Dienste. Die alternative Methode, einem realen Benutzer (User) direkt Rechte und Zugriffe auf verschiedene Systeme zu geben, stellte sich durch die steigende Zahl von Benutzern als unübersichtlich und daher fehlerträchtig dar. Das auf Benutzerrollen basierende Konzept soll nun die Rechte anhand von Arbeitsprozessen abstrahieren. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar Digitalisierung.

 

Reconciliation

Reconciliation in der IT ist der technische Abgleich zwischen zwei oder mehreren Systemen. Man kann unterscheiden zwischen einer quantitativen und qualitativen Recon. Bei der quantitativen Recon wird z.B. überprüft, ob die gesendete Anzahl von Datensätzen aus System A mit der empfangenen Anzahl von Datensätzen in System B übereinstimmt. Ber der qualitativen Recon hingegen wird überprüft, ob die Datenqualität im empfangenden System mindestens der des sendenden Systems entspricht. Ein Beispiel ist: Passen Schlüsselsysteme zusammen, z.B. ist der Währungscode, der von System A gesendet wurde, von System B verstanden worden.

 

Request       

Requests sind Erweiterungsanforderungen aus den Fachbereichen an bestehende Systeme. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Run Management in der IT   

Im Gegensatz zum Change Management, das sich mit Veränderungen beschäftigt, kümmert sich das Run Management um die Aufrechterhaltung des Betriebs/der Produktion. Das Hauptaugenmerk im Run Management liegt auf einem funktionierenden Incident Prozess, um Produktionsprobleme so effizient und schnell wie möglich zu beheben. Darüber hinaus kümmert sich das Run Management aber auch um kleinere Verbesserungen z.B. im Handling, für die sich das Aufsetzen eines Projektes aus Sicht der Rüstkosten von Projekten nicht rentieren würde.

 

Semantische Technologien/Software

Semantische Technologien/Software ermöglichen, die ausgetauschten Daten im jeweiligen Kontext sinnvoll zu interpretiert. Sie bauen komplexe Begriffsnetze, so genannte Ontologien auf. Semantische Technologien überbrücken die Lücke zwischen der Fachsprache der Informatik und den Sprachen ihrer Anwender, weil sie es erlauben, verschiedene Begriffssysteme ohne Bedeutungsverlust ineinander zu übersetzen. Eine Ontologie ist eine formale, explizite Spezifikation einer gemeinsamen Konzeptualisierung (Nutzung gemeinsamer Symbole, Begriffe, gemeinsames Verständnis bezüglich Bedeutung, Klassifikation, Vernetzung mit Hilfe assoziativer Relationen, Regeln, welche Relationen sinnvoll und erlaubt sind).

 

Sensor

Ein Sensor oder Messwertaufnehmer ist eine Komponente, die eine gemessene physikalische Größe oder einen chemischen Effekt in ein analoges elektrisches Signal umwandelt. Physikalische Größen können Druck, Gewicht, Beschleunigung, Lichtstärke, Temperatur, Strahlung, Schall, magnetischer Fluss, Drehzahl und viele andere physikalische Größen sein. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Scrum

Scrum (aus englisch scrum für „[das] Gedränge“) ist ein Vorgehensmodell des Projekt- und Produktmanagements, insbesondere zur agilen Softwareentwicklung. Es wurde ursprünglich in der Softwaretechnik entwickelt, ist aber davon unabhängig. Scrum wird inzwischen in vielen anderen Bereichen eingesetzt.Es ist eine Umsetzung von Lean Development für das Projektmanagement.

Scrum besteht aus nur wenigen Regeln. Diese beschreiben fünf Aktivitäten, drei Artefakte und drei Rollen, die den Kern (oder englisch core) ausmachen. Die Regeln sind im sogenannten Agile Atlas (für den Kern, also wohl die Grundlagen) oder im (etwas ausführlicheren) Leitfaden Scrum Guide beschrieben.Das Scrum-Framework muss durch Techniken für die Umsetzung der Aktivitäten, Artefakte und Rollen konkretisiert werden, um Scrum tatsächlich umsetzen zu können. Der Kern von Scrum wurde von den Umsetzungstechniken getrennt, um einerseits die zentralen Elemente und Wirkungsmechanismen klar zu definieren, andererseits um große Freiheiten bei der individuellen Ausgestaltung zu lassen.

Der Ansatz von Scrum ist empirisch, inkrementell und iterativ. Er beruht auf der Erfahrung, dass viele Entwicklungsprojekte zu komplex sind, um in einen vollumfänglichen Plan gefasst werden zu können. Ein wesentlicher Teil der Anforderungen und der Lösungsansätze ist zu Beginn unklar. Diese Unklarheit lässt sich beseitigen, indem Zwischenergebnisse geschaffen werden. Anhand dieser Zwischenergebnisse lassen sich die fehlenden Anforderungen und Lösungstechniken effizienter finden als durch eine abstrakte Klärungsphase. In Scrum wird neben dem Produkt auch die Planung iterativ und inkrementell entwickelt. Der langfristige Plan (das Product Backlog) wird kontinuierlich verfeinert und verbessert. Der Detailplan (das Sprint Backlog) wird nur für den jeweils nächsten Zyklus (den Sprint) erstellt. Damit wird die Projektplanung auf das Wesentliche fokussiert.

Die empirische Verbesserung fußt auf drei Säulen: A) Transparenz: Fortschritt und Hindernisse eines Projektes werden regelmäßig und für alle sichtbar festgehalten. B) Überprüfung: rojektergebnisse und Funktionalitäten werden regelmäßig abgeliefert und bewertet. C) Anpassung: Anforderungen an das Produkt, Pläne und Vorgehen werden nicht ein für alle Mal festgelegt, sondern kontinuierlich und detailliert angepasst. Scrum reduziert die Komplexität der Aufgabe nicht, strukturiert sie aber in kleinere und weniger komplexe Bestandteile, die Inkremente.

Ziel ist die schnelle und kostengünstige Entwicklung hochwertiger Produkte entsprechend einer formulierten Vision. Die Umsetzung der Vision in das fertige Produkt erfolgt nicht durch die Aufstellung möglichst detaillierter Lasten- und Pflichtenhefte. In Scrum werden die Anforderungen in Form von Eigenschaften aus der Anwendersicht formuliert. Die Liste dieser Anforderungen ist das Product Backlog. Diese Anforderungen werden Stück für Stück in ein bis vier Wochen langen Intervallen, sogenannten Sprints umgesetzt. Am Ende eines Sprints steht bei Scrum die Lieferung eines fertigen Teilprodukts (das Product Increment). Das Produktinkrement sollte in einem Zustand sein, dass es an den Kunden ausgeliefert werden kann (potentially shippable product). Im Anschluss an den Zyklus werden Produkt, Anforderungen und Vorgehen überprüft und im nächsten Sprint weiterentwickelt. Scrum ist für Teams mit einer Größe von drei bis neun Entwicklern konzipiert. Größere Projekte benötigen ein weitergehendes Framework, das die Koordination mehrerer Teams organisiert. Wenn diese Koordination den gleichen Prinzipien wie Scrum folgt, dann spricht man von Scaled Agile Frameworks.

 

Service Desk

Der Servicedesk ist die Schnittstelle der IT-Service-Organisation mit dem Service-Verbraucher (auch Endanwender genannt), über die Störungen, Bedarfsmeldungen und allgemeine Informationsanfragen an die Service-Organisation geleitet werden. Aus Effizienzgründen tendiert man dazu, als Servicedesk eine zentrale Anlaufstelle (Single Point of Contact, SPOC) für den Benutzer (user) einzurichten, welche die Anfragen des Benutzers erfasst und die nachfolgenden Arbeitsschritte bis hin zur Lösung koordiniert. Der Servicedesk hat als primäre Aufgabe dem Service-Benutzer bei Bedarf transparent weiterzuhelfen. Dazu gehört die Erfassung und Dokumentation von Kundenanfragen (siehe auch Trouble Ticket) in ein entsprechendes Erfassungs- und Leitsystem, die Einschätzung, Zuordnung und Priorisierung der Aufgabe an die entsprechende Lösungstelle, und die Übermittlung von Lösungen.

 

Service-Owner

Der Servicedesk ist die Schnittstelle der IT-Service-Organisation mit dem Service-Verbraucher (auch Endanwender genannt), über die Störungen, Bedarfsmeldungen und allgemeine Informationsanfragen an die Service-Organisation geleitet werden. Aus Effizienzgründen tendiert man dazu, als Servicedesk eine zentrale Anlaufstelle (Single Point of Contact, SPOC) für den Benutzer (user) einzurichten, welche die Anfragen des Benutzers erfasst und die nachfolgenden Arbeitsschritte bis hin zur Lösung koordiniert. Der Servicedesk hat als primäre Aufgabe dem Service-Benutzer bei Bedarf transparent weiterzuhelfen. Dazu gehört die Erfassung und Dokumentation von Kundenanfragen (siehe auch Trouble Ticket) in ein entsprechendes Erfassungs- und Leitsystem, die Einschätzung, Zuordnung und Priorisierung der Aufgabe an die entsprechende Lösungsstelle, und die Übermittlung von Lösungen. Der Service Owner ist der SPOC im Servicedesk für den jeweiligen Service. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Sicherheitskonzept

Als Informationssicherheit bezeichnet man Eigenschaften von informationsverarbeitenden und -lagernden (technischen oder nicht-technischen) Systemen, die die Schutzziele Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität sicherstellen. Informationssicherheit dient dem Schutz vor Gefahren bzw. Bedrohungen, der Vermeidung von wirtschaftlichen Schäden und der Minimierung von Risiken. In der Praxis orientiert sich die Informationssicherheit im Rahmen des IT-Sicherheitsmanagements unter anderem an der internationalen ISO/IEC-27000-Reihe. Im deutschsprachigen Raum ist ein Vorgehen nach IT-Grundschutz verbreitet. Im Bereich der Evaluierung und Zertifizierung von IT-Produkten und -systemen findet die Norm ISO/IEC 15408 (Common Criteria) häufig Anwendung.

 

Single Point of Truth  

Der Single Point of Truth (SPOT) im Sinne der IT stellt die Datenbasis dar, die die „Wahrheit“ enthält. In der Regel sind das durch den Daten Owner qualitätsgesicherte Daten, die für die Down Stream Systeme von dem SPOT zur Verfügung gestellt werden. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Single Sign On

Single Sign-on (SSO, mitunter als „Einmalanmeldung“ übersetzt) bedeutet, dass ein Benutzer nach einer einmaligen Authentifizierung an einem Arbeitsplatz auf alle Rechner und Dienste, für die er lokal berechtigt (autorisiert) ist, am selben Arbeitsplatz zugreifen kann, ohne sich jedes Mal neu anmelden zu müssen. Wechselt der Benutzer den Arbeitsplatz, wird die Authentifizierung, wie auch die lokale Autorisierung, hinfällig. Gerade im Hinblick auf heutige Portale wird diese Möglichkeit aus Anwendersicht vorausgesetzt. Innerhalb von Portalen ist es auch möglich, dass die Identität des angemeldeten Benutzers an die das Portal konstituierenden Schichten weitervererbt wird, ohne dass dies der Sicht des Anwenders selbst bekannt gemacht worden wäre. Ein Benutzer besitzt immer genau eine einzige physische Identität wie in der realen Welt. Innerhalb eines Systems kann der Benutzer als Individuum aber unter verschiedenen Benutzernamen (logische Identität) gespeichert sein. Ziel des Single Sign-on ist es, dass sich der Benutzer nur einmal unter Zuhilfenahme eines Authentifizierungsverfahrens (z. B. durch Passworteingabe) identifiziert. Danach übernimmt der SSO-Mechanismus die Aufgabe, den Anwender zu authentifizieren (die erkannte physische Identität zu bestätigen). Eine weitere Anforderung an das Single Sign-on ist, dass es nicht schwächer sein darf als das Authentifizierungsverfahren selbst.

 

SLA

Ein Service-Level-Agreement (SLA) bezeichnet eine Vereinbarung bzw. die Schnittstelle zwischen Auftraggeber und Dienstleister für wiederkehrende Dienstleistungen. Ziel ist es, die Kontrollmöglichkeiten für den Auftraggeber transparent zu machen, indem zugesicherte Leistungseigenschaften wie etwa Leistungsumfang, Reaktionszeit und Schnelligkeit der Bearbeitung genau beschrieben werden. Wichtiger Bestandteil ist hierbei das Servicelevel, welche die vereinbarte Leistungsqualität beschreibt und Angaben zum Leistungsspektrum (z. B. Zeit, Umfang), zur Verfügbarkeit, zur Reaktionszeit des Anbieters etc. enthält. Typisches Beispiel ist der Betrieb von Servern, der 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche mit einer Ausfallrate von z. B. maximal 0,1 % im Jahr und einer Reaktionszeit von 30 Minuten nach Schadensmeldung von einem externen Dienstleister gewährleistet sein soll. Um die Güte einer Leistung zu objektivieren, wird die Dienstleistung in verschiedene Stufen eingeteilt, die vom Leistungsersteller angeboten werden. Diese Service Level spezifizieren, in welcher Form eine Dienstleistung erbracht werden kann.

 

Smart City

Smart City bezeichnet Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu machen. Dies beinhaltet technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen. Die Idee der Smart City stützt sich auf die Nutzbarmachung digitaler Technologien. Darüber hinaus stellt die Idee der Smart City eine Reaktion auf die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Herausforderungen dar, mit denen postindustrielle Gesellschaften um die Jahrtausendwende konfrontiert sind. Im Fokus stehen der Umgang mit dem demographischen Wandel, Umweltverschmutzung, Bevölkerungswachstum, Finanzkrise oder Ressourcenknappheit. Der Begriff schließt auch nicht-technische Innovationen mit ein, die zum besseren und nachhaltigeren Leben in der Stadt beitragen. Dazu gehören beispielsweise Konzepte des Teilens (Share Economy) oder zur Bürgerbeteiligung bei Großbauprojekten. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Smart Data

Unter Smart Data versteht man Daten, die nach einer speziellen Aufgabenstellung und mit speziellen Konzepten aus dem Fundus von Big Data analysiert, interpretiert, verknüpft und ergänzt und somit veredelt werden. Smart Data lässt sich für die Steuerung, Wartung und Verbesserung smarter Produkte und Dienstleistungen verwenden. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Smart Glasses (Datenbrille)

Datenbrillen gehören zu den Smart Wearables, und damit zu den Produkten, die die Mobilität bei gleichzeitiger Informationsvertiefung erhöhen. Es sind Brillen, die mit Computer und Kleinstprojektoren ausgestattet und das Bild über Glasprismen auf die Netzhaut projizieren, wie beim Virtual Retinal Display (VRD). Dadurch sieht der Betrachter die Realität und bekommt gleichzeitig als Overlay-Bild das Bild vom Computer eingeblendet, beispielsweise das einer erweiterten Realität. Der Betrachter kann durch das eingeblendete Bild hindurchsehen, so wie beim Head Mounted Display (HMD). Gesteuert werden können die Smart Glasses über sehr ausgefeilte Mensch-Maschine-Interfaces, die mit berührungsempfindlichen Touchpads am Brillengestell, mit virtueller Tastatur, Spracherkennung und Gestenerkennung (Augensensor) arbeiten. So können beispielsweise mit der Bewegung der Augenlider Bildaufnahmen oder mit Sprachbefehlen andere Funktionen aktiviert werden.

 

Smart Meter

Unter intelligenten Zählern (Smart Metern) werden elektronische Zähler mit zugehörigen Kommunikations-Schnittstellen verstanden. Im Gegensatz zu Messgeräten älterer Generation können sie Informationen über den aktuellen Energieverbrauch und dessen zeitlichen Verlauf automatisiert erfassen und zeitnah bereitstellen. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Social Media

Social Media ist ein Sammelbegriff für internet-basierte mediale Angebote, die auf sozialer Interaktion und den technischen Möglichkeiten des sog. Web 2.0 basieren. Dabei stehen Kommunikation und der Austausch nutzergeneierter Inhalte (User Generated Content) im Vordergrund. Die sozialen Medien gewinnen zunehmend auch kommerzielle Bedeutung, da die vernetzte Struktur der Nutzerschaft großes Potenzial für die wirkungsvolle Übermittlung kommerzieller Nachrichten und Inhalte bildet (Social Commerce).

 

Source System

Das Source System ist das Quellsystem, in dem Daten originär entstehen. Das kann durch Eingabe der Daten durch den Endanwender sowie durch Anwendung von Business Logik im Source System passieren.

 

Support Stream IT    

Der Support Stream in der IT bezeichnet den Anteil der Systeme/Datenbanken, die Incidents oder/und nicht UAT-pflichtige Requests „schnell“ produktiv nehmen können. Zur Produktivnahmen genügt ein einfacher Modultest, da die Implementierung nur lokale Auswirkungen hat oder aber weil auf Grund des Incidents die Produktiv so schwer geschädigt ist, dass ein ordentlicher Betrieb ohnehin nicht aufrecht gehalten werden kann. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Test-Kampagne  entnommen youCcom Glossar digitale Transformation

Die Test-Kampagne führt Änderungen so zusammen, dass sie aus der Entwicklung in Produktion genommen werden können. Themen, die die Test-Kampagne beinhaltet sind das Deployment des Software Codes, die Orchestrierung der benötigten Datenbanken, die technische Ausgestaltung der integrativen Testumgebung, die Testfallerstellung, das Testen und dessen Controlling sowie die finale Lieferung in Produktion.

 

Themen- bzw. abteilungsspezifische Jour Fixes

Im Rahmen von Umsetzungsprojekten werden zumeist Änderungen in verschiedenen Fachbereichen/Abteilungen angestoßen. Die themen- bzw. Abteilungsspezifischen Jour Fixes beschäftigen sich dabei mit den für sie relevanten Änderungsanforderungen und stellen damit eine Grundlage dar für z.B. Auftraggeber Jour Fixes und das CCB. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Umgebungsmanagement in der IT

Das Umgebungsmanagement in der IT beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Applikationen, deren Datenbanken bzw. Servern sowie einer Vielzahl von Infrastruktur-Komponenten, die das Zusammenwirken steuern. In klassischen Entwicklungs- und Implementierungsprozessen sind drei Typen von Umgebungen anzutreffen: 1. Produktionsumgebung, in der die produktiven Daten gehalten werden und die Endnutzer für ihre tägliche Arbeit nutzen. 2. Testumgebung, in der entwickelte Software durch den Endnutzer getestet und abgenommen wird. 3. Entwicklungsumgebung, die der Entwickler nutzt, um neuen Softwarecode zu erstellen und den Entwicklertest durchzuführen. Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in der Folge dieses Glossar digitale Transformation.

 

Virtuelle Realität VR

Als virtuelle Realität, kurz VR, wird die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet. Um ein Gefühl der Immersion zu erzeugen, werden zur Darstellung virtueller Welten spezielle Ausgabegeräte benötigt. Für die Interaktion mit der virtuellen Welt werden spezielle Eingabegeräte benötigt. Einige Eingabegeräte vermitteln dem Benutzer eine Kraftrückkopplung auf die Hände oder andere Körperteile (Force Feedback), so dass der Mensch sich durch die Haptik und Sensorik als weitere Sinnesempfindung in der dreidimensionalen Welt orientieren und realitätsnahe Simulationen durchführen kann.Man benötigt zur Erzeugung virtueller Realität speziell für diesen Zweck entwickelte Software. Diese Programme müssen komplexe dreidimensionale Welten in Echtzeit berechnen. Diese Möglichkeiten können durch Unternehmen beispielsweise bei der Planung von Objekten im Bau- und Ausbau genutzt werden.

 

VRD (virtualretinaldisplay) und  VNA (Virtuelle Netzhautanzeige)

Die virtuelle Netzhautanzeige, Virtual Retinal Display (VRD), Retinal Projector (RP) oder Retinal Scan Display (RSD), ist eine Projektionstechnik, bei der ein Rasterbild direkt auf die Netzhaut des Betrachters projiziert wird. Technisch werden VRD-Displays, die zu den Smart Wearables gehören und in Datenbrillen eingebaut werden, mit Pico- oder Miniprojektoren realisiert, die das erzeugte Bild zeilenweise über Optiken, Spiegel oder Prismen so umlenken, dass es fokussiert auf das Auge des Betrachters trifft, wobei das Auge auf den Hintergrund fokussiert ist.

 

Wasserfall

Ein Wasserfallmodell ist ein lineares (nicht iteratives) Vorgehensmodell, das insbesondere für die Softwareentwicklung verwendet wird und das in aufeinander folgenden Projektphasen organisiert ist. Dabei gehen die Phasenergebnisse wie bei einem Wasserfall immer als bindende Vorgaben für die nächsttiefere Phase ein. In einem Wasserfallmodell hat jede Phase vordefinierte Start- und Endpunkte mit eindeutig definierten Ergebnissen. Meist beschreibt das Modell auch einzelne Aktivitäten, die zur Herstellung der Ergebnisse durchzuführen sind. Zu bestimmten Meilensteinen und am jeweiligen Phasenende werden die vorgesehenen Entwicklungsdokumente im Rahmen des Projektmanagements verabschiedet. Der Name Wasserfall kommt von der häufig gewählten grafischen Darstellung der als Kaskade angeordneten Projektphasen. In der betrieblichen Praxis ist es traditionell ein weit verbreitetes Vorgehensmodell, von dem es viele Varianten gibt. Erweiterungen des einfachen Modells (Wasserfallmodell mit Rücksprung) führen iterative Aspekte ein und erlauben ein schrittweises Aufwärtslaufen der Kaskade. Ein Abweichen vom strengen Vorgänger-Nachfolger-Prinzip wird auch dann erforderlich, wenn in der aktuellen Phase Handlungsbedarf erkennbar wird, der grundsätzlich einer früheren Phase zugeordnet ist, z. B. Anpassungen im Systementwurf oder im Benutzerhandbuch aufgrund von Erkenntnissen beim Testen. Wasserfallmodelle werden allgemein dort vorteilhaft angewendet, wo sich Anforderungen, Leistungen und Abläufe in der Planungsphase relativ präzise beschreiben lassen.

 

Wearables Smart Wearables und Smart Clothing

Smart Wearables sind intelligente Kleinstsysteme, die in Alltagsgegenstände eingebettet sind und am Körper getragen werden. Durch die integrierten Kleinstsysteme mutieren diese Gegenstände zu intelligenter Kleidung, Smart Shoes, intelligenten Armbändern, Smartwatches, Smart Glasses, Wearable Cameras oder intelligenten Pflastern. Smart Wearables dienen der Überwachung von Körperfunktionen für Sport- und Fitnessaktivitäten, dem Lifelogging und Fitness-Tracking oder der Medizin- und Gesundheitstechnik. Hier enden die Begriffsdefinitionen  dieses Glossar digitale Transformation.